Beste Aussichten

Blick vom Tüteberg
Blick vom Tüteberg
Blick vom Tüteberg bis Mettenhof
Blick vom Tüteberg bis Mettenhof

Der Westensee ist einer der größten Seen Schleswig-Holsteins. Den besten Ausblick auf das 276 Hektar große Mekka für Badegäste aus Nah und Fern, Angler und Paddler hat man vom Tüteberg, der sich direkt vom Ufer bis in 88,3 Meter Höhe emporreckt.
Der Tüteberg ist die höchste Erhebung auf Westenseer Gemeindegebiet, und an seinen Hang schmiegt sich - etwa 20 Meter über Normalnull - eine Jugendherberge mit 130 Betten, die der Kreis Rendsburg-Eckernförde 1984 errichten ließ. Auch die Schulkinder aus ganz Norddeutschland, die dort zu Gast sind, haben einen ganz exzellenten Blick auf den Westensee.

Ebenfalls am Hang des Tütebergs sollte der Legende nach im frühen Mittelalter die
St. Catharinenkirche gebaut werden. Mehrfach hätten die Mönche versucht, an ihrem favorisierten Standort ein Fundament zu legen, berichtet Pastor Jacob Schröder in seinem „Alten Kirchenbuch" von 1653,
aber: „So sey immer dasjenige, so man des Tages daran verfertigt, des Nachts wegkommen, und am folgenden Morgen an dem Ohrte im Dorffe gefunden worden, dar die Kirche itzo stehet.
Der Teufel persönlich habe die Bausteine immer wieder vom heidnischen Tüteberg heruntergeschafft, vermutete der abergläubische Teil der Bevölkerung: „Worüber denn die Alten bey sich beschlossen,  (die Kirche) auch daselbsten, wohin sie gewiesen wurden, aufzubauen, wie es auch also geschehen."
Die 1253 erstmals urkundlich erwähnte Catharinenkirche ist das unumstrittene architektonische Wahrzeichen der Gemeinde Westensee und des sie umgebenden Naturparks. Das romanische Gotteshaus bildet zusammen mit Pastorat, alter Schule und dem ehemaligen Gasthof Beckmann den historischen Ortskern von Westensee.

Als Beckmann 1987 seinen Saal für immer schloss, bedeutete dies einen ebenso schweren Schlag für die dörfliche Infrastruktur wie elf Jahre später das Aus für den örtlichen Lebensmittelmarkt. Den Verlust des Kaufmanns konnte die Gemeinde kompensieren, indem sie mit Erfolg einen Wochenmarkt ins Leben rief, der am 23. März 1999 zum ersten Mal stattfand.
Was die Gastronomie angeht, kann Westensee inzwischen drei überregional bekannte Adressen vorweisen:
Das für seinen hausgemachten Kuchen berühmte „Öffnet externen Link in neuem FensterCafe Zeit" mitten im Dorf,
das direkt am Ufer des Westensees im Ortsteil Wrohe gelegene Gasthaus „Öffnet externen Link in neuem FensterZum Fischmeister" und den „Öffnet externen Link in neuem FensterFalkenhof" im Wald von Brux.

Rund 500 Meter Luftlinie von Catharinenkirche und historischem Ortskern entfernt gibt es ein Ensemble von Gebäuden, in denen sich das gesellschaftliche Leben der Gemeinde abspielt:
Grundschule (seit dem Schuljahr 2007/08 offene Ganztagsschule) samt 2004 eingeweihtem Naturspielraum, Sporthalle, Feuerwehrgerätehaus und Bürgerhaus.
Im Souterrain des zweistöckigen Bürgerhauses hat die Sportgemeinschaft Westensee eine optimale Heimat gefunden und im Obergeschoss finden sich das Bürgerbüro und der 95 Quadratmeter große Bürgersaal, wo unter anderem VHS-Tanzkurse, Chorproben sowie private Feierlichkeiten stattfinden.
Vom Saal des Bürgerhauses kann man zwar den Westensee nicht sehen, hat aber immerhin einen prächtigen Blick über den einstigen See-Bruch:
das Tal der Westensee-Au, welches das eigentliche geographische Zentrum der Gemeinde darstellt, das aber wegen seines moorigen Untergrunds absolut unbebaubar und überdies auch als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist.